Die Absicht war, dass die Petrusbruderschaft in Polen Fuss fasst. Mithilfe der Gläubigen habe ich versucht, Kontakte zu Priestern und Bischöfen zu knüpfen. Es waren allerdings keine großen Erfolge zu verzeichnen, auch wenn nicht immer eine grundsätzliche Ablehnung zu spüren war. Am bedeutendsten war ein Gespräch mit dem damaligen Erzbischof von Lublin, B. Pylak. Wir waren zu viert bei ihm: außer mir ein Priester der Petrusbruderschaft P. John Emerson und zwei Gläubige, die Herren A. Zawisza und A. Robaczewski. Der Erzbischof empfing uns freundlich, sagte aber ziemlich deutlich, dass Priester aus dem Ausland in Polen unerwünscht sind, da Polen viele und gewissermaßen sogar zu viele Priester habe und die Bischöfe ihre Priester eher ins Ausland "verkaufen" (tatsächlich hat er es so bezeichnet). Somit wurde mir klar, wie die Linie ist: Selbst wenn man die überlieferte Liturgie zulässt, will man die Gläubigen den eigenen Priestern anvertrauen, nicht Zugereisten. Es gab also keine Aussichten für eine geregelte Tätigkeit für mich in Polen, zumindest für die nächste Zeit. Zugleich hatte ich in Wien auch nicht viel zu tun, außer der täglichen hl. Messe (wenn ich in Wien war). Obwohl ich auch die Strapazen der vielen Reisen spürte, sehnte ich mich nach mehr Tätigkeit und auch nach dem Studium. Ich nahm gerade ein anspruchsvolles Dissertationsstudiums an, das viel Fleiß, Zeit und Mühe forderte, was mit häufigem Reisen nicht gut zu vereinbaren war. Deshalb wurde der Abschluss der Promotion für mich Priorität und ich entschloss mich, in die Petrusbruderschaft doch nicht einzutreten, sondern in die Erzdiözese Wien zurück zu kehren. Ich nahm an, dass es auf diese Weise einfacher sein wird, das Promotionsstudium abzuschließen. Gegen boshaft verbreitete Gerüchte, dass ich von der Petrusbruderschaft abgelehnt bzw. rausgeworfen wurde, betone ich, dass es alleine mein Entschluss war, und dafür habe ich auch eine Bestätigung des Generaloberen:
Zu der Zeit bemühte ich mich um Kontakt mit Kardinal Schönborn, indem ich offen meine Ansichten darlegte:
Als es mir dann noch gelang, Audienz bei ihm zu bekommen, und teilte ihm die Entscheidung mit, in die Erzdiözese zurück kehren zu wollen. Die Mitteilung war dem Kardinal sichtlich unangenehm (er musste erstmal schlucken), er sagte aber, dass er mich "gerne" wieder aufnehme. Er war an meiner Dissertation interessiert, denn das Thema war mit seiner Doktorthese nahe verwandt. Einzelheiten sollte ich mit dem damaligen Bischofsvikar für Orden klären, was eigenartig war, denn ich war kein Ordensmann sondern Priester der Erzdiözese Wien. Das Gespräch führte zu keinem Ergebnis, was von der anderen Seite wohl beabsichtigt war.
Nach langem und ergebnislosen Hin und Her teilte mir der Generalvikar Schüller telefonisch mit, dass ich nach Kaltenleutgeben zurück zu gehen habe, wo ich zuvor ein Jahr lang im Pfarrhaus gelebt hatte, denn es gebe "sonst nichts" (wörtlich) für mich. Dies bedeutete, dass ich wieder in dem kleinen, dunklen und feuchten Zimmer (Größe ca. 12 qm) an der Pfarrersküche wohnen musste, aus dem ich damals eigentlich flüchtete. Hier ein paar Eindrücke von diesem Raum:
Die Fotos zeigte auch an Kardinal Schönborn persönlich, um ihn zu informieren, in welchen Verhältnissen ich zu wohnen hatte. Ich wies darauf auch schriftlich hin, es wurde aber einfach ignoriert. Es folgten weitere hinterhältige Sticheleien, die mir offenbar deutlich machen sollten, dass ich in der Erzdiözese nicht erwünscht bin.
Der Vorteil in Kaltenleutgeben war ein gutes Einvernehmen mit dem Pfarrer und dem Großteil der Gläubigen, sowie die Nähe zu Universität (obwohl ziemlich außerhalb Wiens). Ich hatte vor, möglichst bald die Dissertation fertig zu stellen, weil ich danach nicht mehr auf die Nähe zu Wien angewiesen sein würde und nach einer mehr dauerhaften Tätigkeit suchen konnte, egal wo. Zugleich blieb ich im eher freundlichen Kontakt mit Kardinal Schönborn, der Interesse an der Dissertation zeigte.
Zugleich dachte man sich eine Stichelei aus, offenbar um deutlich zu machen, dass der Willkür ausgeliefert bin. Es kam unmittelbar von einer Mitarabeiterin des Besoldungsreferats. Es wäre aber undenkbar gewesen, wenn ihre Vorgesetzten nicht dahinter stehen würden. Ich versuchte es freundlich und sachlich zu klären. Nach einigen Versuchen musste ich die Sache beim Namen nennen. Das Ergebnis war, dass ich von Kardinal Schönborn aufgefordert wurde, mich für die wahrheitsgemäßen und deutlichen Worte bei der Frau zu entschuldigen...
Die Arbeit an der Diss schritt voran, aber nicht so schnell, wie ich es mir wünschte und vorstellte. Offenbar unterschätzte ich das Thema, wobei ich es möglich sorgfältig bearbeiten wollte. Zugleich machte ich auf die kaum erträgliche Wohnsituation (das kleine feuchte Loch, Fotos siehe oben) aufmerksam und besuchte den Kardinal deswegen, wobei ich ihm die Fotos von den feuchten Wänden zeigte. Er war aber total unbeeindruckt und generell abweisend mir gegenüber. Inwiefern es damit zusammenhing, dass ich schwerwiegende Fehler in seiner Doktorarbeit (die als das Buch "Die Christuns-Ikone" berühmt wurde) feststellen musste, kann ich nicht genau sagen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass die spätere Ablehnung meiner Doktorarbeit durch Prof. Suttner in Wien mit ihm abgesprochen war.
Mit der Zeit wurde auch der Pfarrer, der nie einen Kaplan hatte und gewohnt war, sonst alleine zu wohnen und zu wirken, etwas ungeduldig. Ebenso manche seiner Pfarrkinder. Ich hatte dort keinen Komfort, gewöhnte mich aber daran. Ich hatte dort zuerst einigermaßen Ruhe und man wußte, dass ich es besonders schätze. Das wurde als Angriffsfläche benutzt. Mein kleines feuchtes "Zimmer" lag direkt am Eingang zum Pfarrsaal. Ich hörte immer, wenn im Pfarrsaal eine Veranstaltung war und selbst wenn Leute in den Pfarrsaal gingen. So kam man auch leicht darauf, wie man mich ärgern und einen Konflikt herbei führen könnte. Man fing an Geburtstage der Jugendlichen und auch quasi Discos mit lautem Lärm (Pseudomusik) bis spät in der Nacht zu veranstalten. Der Pfarrer konnte nichts dagegen haben. Er hatte zwar darauf hingewiesen, dass ich nebenan wohne und schlafen möchte, man hat es aber offenbar ignoriert. Nach einigen Malen, als meine Geduld überstrapaziert war und der Pfarrer, soweit ich mir erinnere, gerade nicht im Pfarrhaus war, sondern ich alleine, schaltete ich gegen 23 Uhr den Strom ab, um darauf hinzuweisen, dass Nachtruhe einzuhalten ist. Daraus wurde eine riesige Affäre, mit Beschwerdebriefen an das Erzbischöfliche Ordinariat. Ich gebe zu, dass ich mich habe provozieren lassen und heute es zunächst anders versucht hätte. Ob das Ergebnis anders wäre, weiß ich nicht. Die Gruppe war von vorne herein nicht neutral mir gegenüber, sondern feindselig. Nach einer früheren Veranstaltung von der Art fand ich an dem Fenstergitter meines Zimmers Kondome hängen. Wie gesagt, heute würde ich anders reagieren, aber damals wollte ich mit diesen Leuten nichts zu tun haben. Heute würde ich hingehen und zunächst ruhig fragen, wie ich das zu verstehen hätte. Damals war ich dazu nicht in der Lage. Und das wurde gegen mich ausgenutzt, auch von der Diözesanleitung.
Das Ergebnis war zunächst, dass der Generalvikar Schuster auf Besuch war. Er kannte eine Familie im Ort, besuchte sie mal und kam auch ins Pfarrhaus vorbei, während ich gerade alleine war. Es schrieben nicht nur meine Feinde an das Ordinariat. Auch ich bemühte mich um eine andere Wohnsituation indem ich den Kardinal persönlich bat. Nach langer Zeit - im Sommer 2000 - wurde mir die Entscheidung mitgeteilt, dass in eine Gästewohnung im Erzbischöflichen Palais einziehen solle. Natürlich war es sehr überraschend für mich und zugleich rätselhaft, so dass sich meine Freude in Grenzen hielt. Da ich keine Wahl hatte und vom Wohlwollen ausging, fragte ich nach dem Sinn und Zweck dieser Entscheidung nicht.
So zog ich im September 2000 dort ein. Das Positive lag natürlich darin, dass ich endlich einigermaßen normal wohnen konnte, wobei es nur relativ normal war, denn es war nur eine kleine Gästewohnung, aber immerhin mit einem eigenen Badezimmer. Es fehlte noch die Küche bzw. eine Kochmöglichkeit. So musste ich im Badezimmer eine kleine Kochplatte aufstellen. Essen im Restaurant konnte ich mir nicht leisten und ich wollte es auch nicht. Seit Jahren versorgte ich mich selbst, einfach und so gut es ging. Der Kardinal bot mir das Frühstücken in seiner Küche an, das Mittagessen hätte ich mir in der Betriebsmensa des Ordinariats kaufen sollen und Abendessen war meiner Phantasie überlassen. In den ersten Monaten frühstückte ich jeden Tag in der Küche des Kardinals, normalerweise mit seinem Sekretär, den ich aus der Seminarzeit kannte, und den Schwestern. Manchmal war der Kardinal dabei, gegebenenfalls seine privaten Gäste, wie seine Mutter oder der spätere Kardinal Ranjith aus Rom. Ich konnte es nicht fassen, dort zu sein. Vor allem war mir der Sinn dieser Lösung nicht bekannt und irgendwie wagte ich nicht zu fragen. Ich schätzte die Besserung schon alleine im Hinblick auf die Wohnsituation. Ich konnte auch jeden Tag in der Privatkapelle des Palais (Andreaskapelle) privat zelebrieren. Es war für mich komfortabel wie nie zuvor, fühlte mich aber zugleich unwohl dabei, vor allem deshalb, weil ich nicht wusste, wozu ich dort bin. Denn ich hatte keine Aufgabe und es war bloß eine Gästewohnung. Die Zeit nutzte ich für die Fertigstellung der Doktorarbeit, deren Ergebnisse ich auch dem Kardinal zeigte.
Bald zeigte sich, dass es kaum wohlwollend gemeint war. Wie regelmäßig, war es mehr am Verhalten der Untergebenen des Kardinals erkennbar. Es folgten Schikanen, die wohl kaum möglich wären, wenn sie nicht von oben abgesegnet wären. So musste ich bereits eine Woche nach dem Einzug folgendes Schreiben:
Das Verwirrspiel wurde noch größer, als der Kardinal nach ca. 2-3 Monaten (seit dem Einzug in diese Gästewohnung) im Vorbeigehen mir sagte, dass er nichts dagegen hätte, wenn ich mir einen anderen Bischof suchen würde. Ich bin mir jetzt nicht mehr sicher, was ich darauf antwortete (wahrscheinlich so etwas: "so leicht lasse ich mich nicht entsorgen"). Es sind mir aber seine Worte darauf in Erinnerung geblieben: "Seien Sie nicht so frech!". Von dem Zeitpunkt an ging ich nicht mehr zu ihm frühstücken und versorgte mich ganz selbst.
Es kam dann ein Angebot, zu Pfarrer Lambrichs im 3. Bezirk zu ziehen. Man sagte mir - es war der Generalvikar Schuster, wenn ich mich nicht täusche - dass ich nur dafür Verständnis haben sollte, dass im Pfarrhaus noch umgebaut werde und ich vorläufig über die Wohnung des Pfarrers gehen müsste. Ich sprach dann auch mit Pfr. Lambrichs. Dabei stellte sich heraus, dass er mich eigentlich gar nicht wollte. Er sprach ausführlich darüber, dass er schlechte Erfahrungen mit den Polen gemacht habe und keinen Kaplan bräuchte. Somit war das Thema erledigt, aber die Verwirrung blieb.
Zeitgleich kamen Schwierigkeiten mit der Promotion hinzu. Im Sommer 2001 lieferte ich dem Betreuer meiner Dissertation, Prof. Suttner, das letzte Kapitel (die anderen Kapitel, also den Großteil, bekam er sukzessiv seit 1999, wenn ich mich richtig erinnere). Nach einigen Wochen bekam ich seine schriftliche Antwort, dass die Arbeit insgesamt ungenügend sei und er diese als Ganzes ablehne. Einigermaßen diplomatisch aber ziemlich deutlich gab er mir zu verstehen, dass ich zu dumm und zu faul sei. Unverzüglich teilte ich es dem Kardinal. Es war im Vorbeigehen im Treppenhaus. Er schien gar nich überrascht zu sein, was wohl bedeutsam ist. Er sagte (ich zitiere ziemlich wörtlich): Es sei besser, ohne Doktorat in das Himmelreich einzugehen. Es klang als ob er hinter der Ablehnung durch Suttner stehen würde. Zuvor hatte er sich nie kritisch über meine Dissertation - die ich ihm auch zeigte - geäußert, obwohl er sich in dem Thema einigermaßen auskannte.
Jedoch gab ich nicht sofort auf und begab mich auf die Suche nach weiteren Meinungen. So zeigte ich die Arbeit DDr. R. Knittel, der damals noch am Lateranum in Rom Dogmatik unterrichtete. Er fand die Arbeit nicht schlecht und empfahl mir, Prof. Peter Bruns in Bamberg, einen Patrologen, zu kontaktieren. Diesem schickte ich die Arbeit ebenfalls zu mit der Bitte um seine Meinung. Daraufhin ließ er mich nach Bamberg kommen, damit ich noch im Herbst dort immatrikuliere. Als ich dort ankam, lud er mich zum Mittagessen ein. Es war ein nettes, freundschaftliches Gespräch. Er teilte mir dann allerdings mit, dass es für mich besser sei, die Dissertation bei dem Dogmatikprofessor in München, Gerhard Ludwig Müller (dem jetzigen Kardinal), einzureichen, denn die Arbeit sei mehr systematisch als patrologisch aufgebaut. Durch Vermittlung kontaktierte ich Prof. Müller telefonisch. Zunächst wollte er die Arbeit sehen. Ich schickte sie ihm zu. Er rief dann zurück, dass er die Arbeit gut finde und annehmen würde. Lediglich wollte er schriftlich haben, dass mein Bischof, d. h. Kardinal Schönborn, meine Promotion befürworte. So bat ein den Kardinal um sein Schreiben, dass ich auch bald bekam.
Dann musste ich nach München reisen, um Einzelheiten des Promotionsverfahrens zu besprechen (Anforderungen sind dort höher als in Wien). In München konnte ich an einem Tag Alles erledigen, samt der Immatrikulation für das Promotionsstudium. Prof. Müller vermittelte mir ein Zimmer im Priesterseminar in München für das Sommersemester 2002, denn ich musste noch einige Seminare abschließen, die in Wien nicht erforderlich waren. Es war für mich eine Wende in vielerlei Hinsicht.
So kam ich im April 2002 - natürlich mit Zustimmung meines Bischofs - nach München. Um liturgisch nicht negativ aufzufallen, konnte ich nicht im Priesterseminar zelebrieren. Dort war die Konzelebration quasi verpflichtend. Zuerst zelebrierte ich einige Tage privat in der Kapelle der Polnischen Mission. Dann bekam von jemandem den Hinweis, dass in St. Peter in der Innenstadt eine Einzelzelebration möglich sei. So begab ich mich dort in die Sakristei. Der Stadtpfarrer Kugelstatter war gerade für einige Tage abwesend, aber der Mesner machte keine Schwierigkeiten, was mich positiv überraschte. Als nach einigen Tagen der Pfarrer da war, stellte ich mich vor. Dieser fragte gleich, ob ich bereit wäre auch Pfarrmessen zu übernehmen (es gab dort damals fünf hl. Messen an Werktagen und sieben an Sonn- und Feiertagen), was ich bejahte. Es störte ihn offenbar nicht, dass ich sonst am Seitenaltar privat tridentinisch zelebrierte. So hatte ich dort jeden Tagen die hl. Messe, ca. zwei bis drei Mal pro Woche die Pfarrmesse im Novus Ordo. Am Ende des Semesters bedankte sich der Stadtpfarrer mit einem Couvert für die Mithilfe:
Beim Abschied sagte er, dass ich mich melden solle, wenn ich wieder mal nach München komme, denn er hätte ein Gästezimmer für mich.
Nach der Rückkehr nach Wien Ende Juli 2002 gingen Intrigen und Schikanen weiter. Hier ein Ausschnitt davon:
Daraufhin wurde ich aufgefordert, in eine kleine Ein-Zimmer-Wohnung (ca. 30 qm) in 16. Wiener Bezirk umzuziehen. Die Wohnung war in keinem Pfarrhaus sondern in einem zivilen Gebäude. An einen Altar für Zelebration wurde offenbar gar nich gedacht. Als ich den Kardinal danach fragte, meinte er, dass ich mir überall einen Altar suchen könnte. Der Kontrast zu dem Umgang in München war gewaltig. Es war ziemlich hoffnungslos, ich hatte aber keine Wahl und zog dann im September in die zugewiesene Wohnung um.
Bald erwies sich das Angebot des Stadtpfarrers von St. Peter als nützlich. Prof. Müller ist Anfang Oktober 2002 zum Bischof von Regensburg ernannt worden. Er hatte zwar bereits die endgültige Fassung meiner Dissertation, wollte aber noch Einzelheiten des examen rigorosum besprechen. Deshalb musste wieder nach München reisen und nahm das Angebot des Stadtpfarrers gerne an. Dabei stellte sich heraus, dass der bisherige Kaplan Dr. Gadient nach Eichstätt als Spiritual des Priesterseminars wechselte und seine Stelle frei und noch nicht besetzt war. So fragte ich den Stadtpfarrer Kugelstatter, ob er mich brauchen würde. Erfreut bejahte er und griff gleich zum Telefon, rief in meiner Anwesenheit das Münchener Ordinariat an und teilte mit, dass er einen Kaplan habe und eine Anweisung bräuchte (damit ich offiziell angestellt werde). Ich blieb dann gleich einige Wochen bei ihm, denn in Wien war ich noch nicht eingerichtet (es fehlte die Küche) und vor allem hatte ich dort keinen Altar. Dagegen wurde ich in München selbst vom Stadtpfarrer geschätzt, der an sich kein Konservativer und kein Anhänger der überlieferten Liturgie, aber ein nüchterner, toleranter und gerechter Mensch war. Für die Anweisung in München war natürlich die Erlaubnis des Erzbischofs von Wien erforderlich.
Die Anweisung war zunächst probeweise für drei Monate, sie wurde dann um weitere zwei Jahre verlängert bis Frühjahr 2005. Dann wurde sie wiederum bis August 2005 verlängert. Ab September 2005 wurde ich für eine weitere Pfarrei in München angewiesen, diesmal mit schwerwiegenden Folgen, die im Weiteren darlegen werden. An dieser Stelle mache ich erstmal nur darauf aufmerksam, dass meine Tätigkeit in der Seelsorge in München insgesamt drei Mal verlängert wurde. Das ist ein deutlicher Beweis gegen die verlogene und boshafte Behauptung meiner Feinde in der Erzdiözese Wien, dass ich für die Seelsorge ungeeignet sei. Mehr darüber ebenfalls in den folgenden Teilen.































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